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Erfolgreicher Start für das EIP Projekt Birnenverfall

Projekte

11. Juni 2026

Seit einigen Jahrzehnten beobachten wir Probleme bei unseren Birnbäumen. Nicht nur Altbäume sondern auch vermehrt Bäume im Alter ab 10 bis 20 Jahren zeigen sich meist in einem sehr schlechten Zustand.

Schadbild: abgestorben Äste und ab Juli mit verfrühtem Laub Abfall mit einhergehender Rotlaubigkeit (Herbstverfärbung)
Hauptgrund ist ein Bakterium, genannt Birnenverfall!

Foto: Dr. Monika Riedle-Bauer

Das Problem

Die Krankheit "Birnenverfall" wird durch ein zellwandloses Bakterium Namens Phytoplasma verursacht, welches die Wasser- und Nährstoffversorgung des Baumes blockiert und die Photosynthese massiv einschränkt. Übertragen wird es u.a. auch vom Birnblattsauger, wirksame Behandlungsmöglichkeiten gibt es bislang nicht.

Foto Birnblattsauger: Dr. Monika Riedle-Bauer

Die Folgen sind gravierend: Jährlich sterben rund 5 % der Bestände ab, ein weiteres Drittel zeigt deutlich eingeschränkte Vitalität. Betroffen sind nicht nur jahrhundertealte Kulturbäume – auch Jungpflanzungen entwickeln nach 20 bis 30 Jahren Symptome. Der Klimawandel verschärft die Lage zusätzlich, da Hitze und Trockenheit die Bäume in Stress versetzen und so anfälliger machen, z.Bsp. wird auch die Vermehrung vom Birnblattsauger begünstigt, der ein Überträger des Bakteriums ist.

Ziele des Projekts

Das Projekt verfolgt drei zentrale Ziele:

  • Pflegemaßnahmen entwickeln und erproben – praxistaugliche Schnitt-, Düngungs- und Bewässerungsstrategien, die Landwirte direkt umsetzen können
  • Widerstandsfähiges Pflanzenmaterial identifizieren – Auswahl und Nachzucht toleranter Unterlagen und Birnensorten für die künftige Verwendung
  • Weitere Ursachen klären – Untersuchung, ob neben dem Phytoplasma auch Viren eine Rolle beim Absterben der Bäume spielen

Strategien gegen den Birnenverfall

Alte Mostbirnbäume sterben ab – seit mehr als 20 Jahren bedroht der Birnenverfall die traditionsreichen Streuobstkulturen in Österreich.
Dieses Projekt entwickelt gemeinsam mit Landwirten, Wissenschaftlern und Baumschulen praxistaugliche Antworten auf eine der drängendsten Herausforderungen im heimischen Streuobstbau.

Unser Ansatz

Im Mittelpunkt steht die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten: Landwirte bringen ihre Flächen und ihr praktisches Wissen ein, Wissenschaftler liefern Analysen mittels PCR- und ELISA-Tests, Baumpflegefachleute und Baumschulen erproben neue Vermehrungsstrategien.
Ergebnisse werden nicht nur im Labor gewonnen – sie entstehen direkt auf den Betrieben, in Feldversuchen und gemeinsamen Begehungen.
Workshops und Informationsmaterialien sorgen dafür, dass die Erkenntnisse rasch in der Praxis ankommen.

Projekthomepage

Weiterführende Informationen und Fortschritt des Projektes auf www.birnenverfall.at


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Herzlichen Dank an den NABU Deutschland für die Übertragung der Domain www.streuobst.at an den Verein Streuobst Österreich! Weitere Infos und Service-Leistungen zu Streuobstbau und Obstsorten in Deutschland: www.Streuobst.de

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